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DDR-Eierbecher - ein Produkt der OSTPRO
DDR-Eierbecher - ein Produkt der OSTPRO

Die OSTPRO war wieder in Berlin und wir waren dabei

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Vom 9. bis zum 11. März 2012 fand die OSTPRO, die Messe für Produkte aus der ehemaligen DDR und dem Osten,  in Berlin statt. Wir waren zum ersten Mal dabei.

Menschenschlangen vor der OSTPRO

Am letzten Tag der OSTPRO machten meine Frau und ich uns am frühen Morgen  auf den Weg zur Messe.  Wir wollten nicht unnötig anstehen und waren daher rechtzeitig vor dem Einlass da. Doch, nichts war mit schnell an der Kasse vorbei und hinein in das Getümmel. Wir kamen an und trafen auf eine lange Schlange von Menschen. Wir stellten uns fein säuberlich und ohne zu Murren – wie alle anderen – hinten an. Die Schlange wurde länger und länger. Wer lange warten musste, für den war mit Vollverpflegung gesorgt. Denn neben der Schlange reihte sich Stand an Stand, wo es deftige und süße Leckereien gab.

Die Kasse passiert

Man wird es nicht glauben, trotz der langen Menschenschlange passierten wir schnell den Eingang. Wir waren nun gespannt, was der Eintritt kosten würde. Vier Euro für uns zwei, »das ist doch mal ein moderater Einkaufspreis« dachten wir.

Hinein ins Getümmel und schon gekauft

Endlich drinnen. Das erste was uns auffiel, waren die guten alten DDR-Sofas, die auch schon unsere Eltern hatten. Irgendwie voll schick. Als nächstes entdeckten wir einen Holzspiezeug- und Dekorationstand, an dem wir wie Kletten kleben blieben. Hier wurden wir für Ostern schnell fündig. Nach den Verkäufern zu urteilen,  müssen die Artikel aus Polen stammen. Weiter ging es vorbei an Fleisch-, Wust und Käsetheken. Viele ältere Besucher schienen hier besonders fündig geworden zu sein. Sie kauften, nein sie hamsterten als hätte es Monate lang nichts zu essen gegeben. »Das muß ja etwas ganz Besonderes sein«, denkt man da. Überall gab es kleine Häppchen als Kostprobe. Die Besucher  griffen reichlich zu und überall hörte man »das schmeckt«. Manche hatten wohl um ihre Beute Angst und stopften sich alles in den Mund was nur ging. Das kennen wir von unserer  kleinen Tochter auch…lach.

Weißt Du noch

Wir sichteten einen Stand, der nun wirklich die Ecke weg haute. Es sprudelte nur so aus uns heraus, »weißt du noch«, »erinnerst du dich noch« und »die hatten wir doch früher auch«. Wir sahen Sandmännchen und seine Freunde,  das gute alte Plastik-Kuchengeschirr, die Hahn-Eierbecher aus Plastik, die Netz-Einkaufsbeutel, die Plastik-Wäscheklammern, Knusperflocken wie von Oma, die kleinen süßen Igel mit ihrer Räucherzigarette  und vieles, vieles mehr.

So ging es weiter vorbei an Süßigkeiten, Drogerie-Artikel und Schmuck aus den neuen Bundesländern, der DDR, und dem Osten. Auch bei den Drogerie-Artikeln schlugen die älteren Besucher zu, als wenn wir arm an Drogerie-Märkten in Deutschland wären. Ob die Produkte aus dem Osten Wunder bewirken, Falten straffen oder den Haarwuchs anregen? Man munkelt ja. Spaß bei Seite. Es sind mit Sicherheit gute Produkte, die Älteren müssen es wissen. Es wird aber auch jede Menge Nostalgie beim Kauf mitschwingen bzw. beschwingen. Das ist auch gut so. Denn dieses schafft ein Gefühl von Heimat, wo man sich wohl fühlt.  Am Rande muß ich unbedingt erwähnen, dass ich mich auf der OSTPRO, wie auf einem  großen Familientreffen gefühlt habe.

Auf eine Limo und ein Bier

Den ersten Abschnitt der OSTPRO hatten wir hinter uns. Jetzt mussten wir uns erst einmal stärken. Wir kauften uns eine leckere Waldmeister-Limo und ein großes frisch gezapftes Bier für nur zwei Mark und fünfzig Pfennig…Entschuldigung…natürlich für zwei Euro und fünfzig Cent. Super lecker und günstig. Es gab noch vieles zu sehen und zu bestaunen.

Sympathische, zackige und taffe Verkäufer

Was mir besonders als Verkäufer auffiel, dass waren natürlich die Verkäufer…lach. Sie alle waren echt nett und sympathisch. Man hatte das Gefühl, das sie ihre Arbeit richtig gern machen und voll bei der Sache waren. Die Beratung war 1A.

Gestresste Besucher

Nein, es gab kaum gestresste Besucher wie sonst auf den Messen. Allesamt waren gut gelaunt. Nur als wir die Messe verließen, da stöhnten Neuankömmlinge über die vielen Menschen, die sich noch immer vor dem Eingang schlängelten und endlich auf ihren Einlass warteten. Wie sagt man so schön, »nur der frühe Vogel fängt den dicksten Wurm«.

Es fehlte die Jugend auf der Messe

Natürlich waren mehr Ältere als Jüngere auf der Messe. Das ist doch klar. Aber, dass der Gegensatz so stark ist, das hätten wir nicht gedacht. Ich fand das sehr schade.  Nun gut, einige junge Familien mit ihren Kindern sahen wir dann doch.

Immer noch Menschenschlangen

Als wir die Messe verließen, da stand immer noch eine riesige Schlange von Menschen am Eingang an.  Dass, so viele Menschen interessiert an den Produkten aus dem Osten und der DDR sind, hätten wir nicht gedacht. Einfach nur schön.

Was von der OSTPRO-Messe bleibt

Die OSTPRO ist vorbei. Geweckte Erinnerungen an Jugendtage, schöne Eindrücke und tolle Produkte sind uns geblieben. Im November oder Dezember soll die nächste OSTPRO in Berlin sein. Wir werden sie wieder besuchen, aber dann mit unserer Familie im Anhang. Das wichtigste, wir werden beim nächsten Besuch die Produkte genau unter die Lupe für Euch nehmen. Das heißt kaufen, testen und berichten.

Unser Fazit: der Besuch hat sich gelohnt!

 

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

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