Ein vierfacher Vater und Erzieher über Familie, Erziehung, Träume & Karriere, Kindheitserinnerungen, Do it Yourself

Melinchen ist jetzt ein Kindergarten Kind
Melinchen ist jetzt ein Kindergarten Kind

Suche Kindergarten in Berlin – die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

| 4 Kommentare

Wir können es kaum glauben, aber es ist wirklich wahr und die Suche hat endlich ein Ende. Fast 2 Jahre lang haben wir nach einen Kindergartenplatz in Berlin für unser Melinchen (2,5) gesucht. Das war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wir haben immer wieder Absagen bekommen, wurden vertröstet, haben uns geärgert und den Kummer runter geschluckt. Meine Maus vergoss die eine und andere Träne.

Aber wie soll man sich als Eltern auch fühlen, wenn man mit der eigenen Tochter an Kindergärten vorbei spaziert, sie dort die Kinder spielen sieht und sie weint, weil sie dort auch gerne hingehen und mitspielen möchte. Oder sie auf dem Spielplatz abseits steht und zu sehen muß, wie andere Kinder schön zusammen spielen, da sie sich schon gut aus dem Kindergarten kennen. Soziale Kontakte lassen sich so schwieriger knüpfen. Das macht traurig. Richtig traurig.

Als wir die Hoffnung auf einen Kindergartenplatz in Berlin schon aufgeben wollten, haben sich mit unseren letzten Nachfragen ganz plötzlich die Ereignisse überschlagen. Volltreffer. Wir haben eine Zusage. Das Schönste aber kommt jetzt, die Kita ist gleich in Wohnungsnähe und einfach nur wundervoll.

Melinchen ist jetzt ein Kindergarten Kind

Melinchen ist jetzt ein Kindergarten Kind

Es hat sich mal wieder bewahrheitet, wenn man denkt das sich vor einen alle Türen schließen und man sich in seinen Möglichkeiten gefangen und am Ende fühlt, dann tut sich doch wieder eine neue Tür auf. Ganz aus dem Nichts öffnet sich diese natürlich nicht, außer man hat das Glück gepachtet. Man muß etwas für sein Glück tun. Wir haben etwas getan und wurden dafür belohnt.

Unsere Kita  liegt mitten in Pankow in einem Berliner Altbauhaus im Erdgeschoss. Sie bietet Platz für 25 Kinder in 1 Gruppe von 10 Monate bis 6 Jahre. Nicht mehr und nicht weniger. Sie besteht aus einer kleinen Garderobe und Küche,  2 Räumen die zum Schlafen, Essen, Toben und Spielen gedacht sind, 1 Atelier zum Malen und natürlich dem Bad. Einen Garten gibt es nicht, dafür aber versuchen die Erzieherinnen bei Wind und Wetter mit den Kindern nach draußen in den nahe gelegenen Schlosspark zu gehen.

Wenn man die Kita betritt, dann fühlt man sich sofort heimisch. Alles ist schön hell, nicht zu groß und überschaubar. Ich denke mir, «hier müssen sich auch die Kleinen groß und nicht verloren fühlen». Ich dagegen war als Kind in einem großen Kindergarten mit vielen Gruppen. Für ein Kind ganz schön groß und einbissel befremdlich. Ich bin damals sogar ausgebüchst, weil ich lieber bei meiner Mama bleiben wollte, als im Kindergarten zu sein. Eine Scharr von Erzieherinnen hatte meine Verfolgung aufgenommen und mich draußen wieder eingefangen. Ich hoffe daher stark das unsere Kita auf Melinchen, wie auf mich wirkt: heimich. Die jungen, arrangierten und super netten Erzieherinnen der Kita geben mir da große Zuversicht.

Die Athmosphäre in der Kita ist so angenehm, das es mich nicht wundert, dass die Eltern die Kita gar nicht verlassen wollen, wenn sie ihre Kinder abholen. Irgendwie kommt einen die Kita wie eine große Familie vor, in der man sich gleich aufgehoben und geborgen fühlt.

Ich denke dass das auch die Kinder spüren, was die Eingewöhnungsphase sicherlich erleichtern wird. Und wir Eltern haben das beruhigende Gefühl, das unsere Kinder gut aufgehoben sind und sich wohl fühlen.

Am 2. April geht es mit der Eingewöhnung los, aber ich glaube Melinchen braucht gar keine Eingewöhnungsphase. Als wir von der Kita zum Osterfest eingeladen wurden, da haben wir auf diesen von Melinchen nichts gehört und nichts gesehen. Selbst auf Toilette ist sie lieber mit der Suse, ihrer Bezugsperson in der Kita, gegangen als mit Mami oder Papi. 🙁  Was ich ja richtig drollig fand, das war als am Ende des Osterfestes ein total süßes und auffälliges Mädel namens Lina ganz laut immer «Meeelinaaa, Meeelinaaa, Meeelinaaa…» gerufen hat, weil sie ihr unbedingt Tschüss sagen wollte. Ich glaube die beiden werden ganz tolle Freundinnen. Gespielt haben sie ja schon mal super zusammen und Namensvetter sind sie ja auch. Ick freu ma so. 🙂

Auch die Eltern der Kinder sind super nett und es hat sich auf dem tollen Osterfest das bewahrheitet, was die Kita-Leiterin uns im Erstgespräch gesagt hatte, «die Chemie passt zwischen uns und ihr passt gut zu den anderen Eltern». Einige Eltern haben uns mit Melinchen sogar aus dem Schlosspark wieder erkannt und wir freuen uns schon sie dort vielleicht mal wieder zu treffen. So können auch wir wieder neue Kontakte knüpfen. 🙂

Maus, Melinchen und ich sind überglücklich. 🙂

Unsere Lotti (6 Monate) hat ihren Platz in derselben Kita auch schon sicher und beide werden am Ende diesen Jahres in einer Gruppe sein. 🙂 Wenn auch Lotti in den Kindergarten geht, dann kehrt bei uns daheim wieder etwas Normalität ein und Maus kann ihre Arbeit wieder voll aufnehmen. 🙂

 

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

4 Kommentare

  1. Freue mich mit Euch auch riesig, dass Eure Geduld und Ausdauer belohnt wurden. Es ist doch ein gutes Gefühl, wenn man weiß sein Kind ist gut aufgehoben und man kann ruhigen Gewissen auf Arbeit gehen. Super das die Chemie stimmt und nur von Euren Eerzählungen bin ich auch überzeug, dass Melinchen sich wohl fühlt und gern in die Einrichtung gehen wird.
    Wenn ich noch an die Zeit denke, als ich Dich in den Kindergarten gebracht habe, hatte ich oft ein schlechtes Gewissen und bin ganz betrübt auf Arbeit gegangen. Du hast Dich leider nicht so wohl gefühlt damals, es gab oft Tränen und an das Ausbüchsen kann ich mich auch noch erinnern.

    • Ach Mutti, ich kann Dich beruhigen, denn ich erinnere mich auch an glückliche Tage im Kindergarten. 🙂

      Aber was ich super an Melinchens Kindergarten finde, das ist dass es nur eine Gruppe gibt, wo sich Kinder von 10 Monaten bis 6 Jahren tummeln. Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen können soziale Verantwortung für die Kleinen übernehmen. 🙂

      Der kleine Gruppe schafft Vertrauen und Geborgenheit, bietet dennoch aber Abwechslung da mit der Zeit Kinder kommen und gehen.

      Ich dagegen habe mich als Kind im Kindergarten an eine feste Gruppe gewöhnt und war schwer für fremde Kinder offen.

  2. Gratuliere zum Ende der nervenaufreibenden Suche! Ich habe schon öfter gehört/gelesen, dass es in Deutschland ganz, ganz schlecht aussieht mit Kinderbetreuungsplätzen und dass viele Eltern am Ende ihrer Weisheit sind. Umso schöner, dass ihr einen Platz, noch dazu in der Nähe, gefunden habt. Ich glaube, es ist nämlich auf Dauer ziemlich nervig, wenn der Weg in und vom Kindergarten eine Ewigkeit dauert, so hat man dann nämlich gar nichts mehr vom Nachmittag.

    Ich wünsche eure Kleinen eine wunderbare Kindergartenzeit! Es wird (für euch) wahrscheinlich nicht immer alles eitel Sonne sein, mit der einen oder anderen Entscheidung / Art des Umganges mit den Kindern werdet ihr wohl nicht immer zufrieden sein (das ist bei uns auch so), aber die Kinder sehen das meistens gar nicht so eng (Tobi mag seine Kindergärtnerin sehr gern und fühlt sich rundherum wohl, und so ist es auch für mich in Orndung).
    Liebe Grüße Babsy

    • Danke Dir Babsy!!! Sicher es wird nicht immer alles sonnig sein, aber das ist wie mit dem Rest des Lebens. Und ich finde wir Menschen sind wie Blummen. Wir brauchen Regen und Sonne um zu gedeihen. Man kann auch nicht immer einer Meinung sein. 🙂

      Ganz liebe Grüße von Berlin nach Wien,

      Christian

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