Ein vierfacher Vater und Erzieher über Familie, Erziehung, Träume & Karriere, Kindheitserinnerungen, Do it Yourself

papi redet mit - gesichterlose fotos

Eine Frage der ich mich stellen musste: Kind Krank, wer bleibt zu Hause?

| 4 Kommentare

Im Arbeitsleben stand für mich immer fest: Krank machen kommt nicht in Frage. Egal ob Erkältung, Fieber oder Erbrechen… ich ging arbeiten. Das ist in meinen Beruf als Verkäufer nicht unnormal, da es im Arbeitsalltag auf jeden Mitarbeiter ankommt. Doch jetzt muss ich umdenken. Ich habe Kinder.

Spätestens seit dem mich mein Arbeitgeber vor 3 Monaten fragte, «Herr Kempe, wer von Ihnen bleibt eigentlich zu Hause, wenn Ihre Kinder krank werden?», ist mir bewusst geworden, dass ab jetzt nicht mehr ich allein darüber entscheide ob ich meinem Arbeitsleben nachkommen kann. Ich konnte auf die Frage meines Arbeitgebers so adhoc gar keine rechte Antwort finden. Denn ich hatte sie mir bis dahin noch gar nicht gestellt. Oder, ich wollte sie mir nicht stellen.

Gestern Morgen der Schrecken: Melinchen kann kaum geradeaus schauen. Die Augen sind angeschwollen und tränen. Kindergarten geht gar nicht. Ab zum Arzt, der feststellt dass die Hornhaut zerkratzt ist. Wie das passiert ist, kann sich keiner erklären. Vielleicht hat sie sich im Schlaf gekratzt. Wir werden es nicht erfahren. Melinchen muß erst einmal zu Hause bleiben. Schock.

Wer aber bleibt nun daheim? Ich denke erst einmal an Opa oder Oma, die vielleicht aufpassen könnten. Für Maus stand gleich fest: Einer von uns bleibt daheim. Sie hat recht. Kinder brauchen ihre Eltern, wenn sie krank sind.

Während wir darüber sprechen, hoffe ich innerlich stark, dass Maus zu Hause bleibt. Ich traue mich gar nicht zu fragen. Für Maus steht aber auch sofort fest: Sie bleibt daheim. «Puhhhh… ich kann arbeiten gehen», habe ich mir mit schlechten Gewissem gedacht.

Der Zeitpunkt wird aber kommen, wo auch ich zu Hause bleiben muss, wenn Lotti oder Melinchen krank werden. Gewöhnen kann ich mich an diesen Gedanken aber noch immer nicht. Doch ich muss. Denn die Arbeit ist auch für Maus sehr wichtig – und letztlich auch für das Einkommen unserer Familie.

Wie ist das bei Euch? 

Welche Rechte berufstätige Mütter und Väter haben, wenn ihre Kinder krank werden, dass erfahrt ihr hier.

 

 

 

 

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

4 Kommentare

  1. Wir handhaben das meistens so, dass derjenige, der noch die meisten Pflegeutlaubstage hat, daheim bleibt; es sei denn, in der Arbeit steht irgendein unberschiebbarer Sonderzermin an. Und meist ist es auch so, dass ich in der Akutphase der Krankheit, in der dem Schnecki stündlich diverse homöopathische Mittel verabreicht werden müssen, bei ihm bin, weil der Hausbär im Laufe des Tages die eine oder andere Sache vergisst.
    Zum Glück Haben wir beide einen Arbeitgeber und Kollegen (von denen die meisten ja auch Kinder haben), für die Pflegeurlaub halt einfach dazu gehört und kein gravierendes Problem darstellt.
    Alles Liebe Babsy

  2. Bei uns ist es so, dass wir beide unsere 10 Tage ausnutzen wollen! Ich bin bisher noch nicht zu Hause geblieben, da ich am 01.10. erst wieder angefangen habe zu arbeiten. Und Motte natürlich gleich an meinem ersten Arbeitstag krank war. Da hat der Papa dann kindkrank gemacht. Aber geplant ist auf alle Fälle es gleichermaßen aufzuteilen. Je nachdem, was bei wem auf Arbeit gerade ansteht. Ich habe da eher weniger Probleme im öffentlichen Dienst! 😉 LG Bianca

  3. Hallöchen 🙂

    Wir haben das Glück das von uns einer auch die krankenpflegetage vom Partner übernehmen kann, da wir beide bei der TK sind.

  4. Ich finde es gar nicht so verkehrt wenn die Großeltern Zeit haben, die Mäuse zu nehmen, sofern es sich um kleine Dinge wie Schnupfen etc. handelt.
    Fieber oder gar irgendwelche gefählichen Viren oder ein Krankenhaus sollten da erst keine Frage sein.Auch wenn die 20 Tage für Alleinerziehende oder 10 Tage pro Elternteil ausgereizt sind.Und wenn man einen guten Arbeitgeber hat, dann versteht auch er, das man Kinder hat und was es bedeutet.Auch sollte man ihm sagen können das, das Kind krank ist und der Partner oder die Oma drauf aufpasst.Um ihn zu signalisieren ich bin für Dich da aber auch mein Kind ist mir wichtig und wenn es darauf ankommt bin ich für meine Familie da.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, dann erklären Sie sich mit diesen einverstanden.

Schließen