Ein vierfacher Vater und Erzieher über Familie, Erziehung, Träume & Karriere, Kindheitserinnerungen, Do it Yourself

Mit Auchtundzwanzig wurde ich das erste Mal Papa
Mit Auchtundzwanzig wurde ich das erste Mal Papa

Ich wollte früh Vater werden – zu früh. Wann wusstet Ihr, dass ihr eine Familie gründen wollt?

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Ich war Sechzehn, habe gerade die Schule verlassen und meine Ausbildung begonnen. Ich war über beide Ohren in Sandra verknallt. Meine erste große Jugendliebe, die schon Achtzehn war. Meine Welt war so rosa-rot, dass ich, der noch ganz grün hinter den Ohren war, mir tatsächlich ein Kind von Sandra (Name abgeändert) gewünscht hatte.

Ein Kind verbindet uns für immer.

Der Gedanke das aus Sandra und mir etwas Gemeinsames entstehen würde, das uns für immer verbindet, war für mich so schön, dass meine Vernunft total abgeschaltet hat. Meine Eltern wussten von nichts.

Aufklärung war damals noch nicht so sehr Thema, außer vielleicht bei Bravo′s Dr. Sommer. Und im Sexualkunde Unterricht in der Schule, der von uns Schülern aber eh nicht sehr ernst genommen und mehr belächelt wurde.

Mit Auchtundzwanzig wurde ich das erste Mal Papa

(C) papi redet mit – Mit Achtundzwanzig wurde ich das erste Mal Papa

Sandra war ein hübsches, süßes und heißes Mädchen, dass durch ihren krassen Lebenswandel, von einem Mann zum Anderen, reifer war als Gleichaltrige. Ich wusste, dass sie Kinder wollte. Heute hat sie zwei, wie ich

Ich war jung, naiv und total verknallt. Ich wollte Vater werden.

Ich war so sehr in LOVE, das ich noch nicht einmal einen Gummi beim Sex benutzte und mir egal war, dass Sandra keine Pille nahm. Jahre später begriff ich erst, wie naiv ich war. Und, dass der Traum ganz schnell zum Alptraum hätte werden können. Denn erstens war ich Sechzehn und alles andere als reif für ein Kind. Und Zweitens war Sandra nicht die Frau, die mich auf Dauer glücklich gemacht hätte. Unsere Wege trennten sich – ohne ein gemeinsames Kind. Wir waren zu verschieden. Glück im Unglück.

Eine Geschichte, die ich meinen Mädels später einmal erzählen werde, wenn der erste Junge bei uns daheim auf der Matte steht. Und ich hoffe, dass sie nicht so naiv sein werden, wie ihr Papi.

Ich wollte immer eine Fußballmannschaft.

Für mich stand schon früh fest: Ich möchte mit meiner großen Liebe Kinder haben und zwar viele. Vielleicht Drei oder Vier.
Heute muss ich mir selbst ehrlich eingestehen, dass ich meinen Kinder- und Familien Wunsch nie sehr weit gedacht hatte. Ich habe da eher in einer Traumwelt gelebt. Ich war halt jung und habe mir nicht viele Gedanken darüber gemacht, was wäre wenn. Freunde mit Kindern hatte ich keine. Ich wusste also noch nicht einmal, wie sich das Leben mit einen Kind verändert und was es erst bedeutet zwei, drei oder gar vier Kinder zu haben.

Ich war nicht reif für ein Kind. Ich war beziehungsuntauglich. 

Nach der Geburt meines ersten Kindes, da war ich Achtundzwanzig, ist mir ganz schnell bewusst geworden, dass es gut war, dass ich nicht mit Sechzehn, Zwanzig oder Fünfundzwanzig Vater geworden bin. Denn ich wäre damals nie im Leben reif für ein Kind gewesen. Ich hatte das zwar immer geglaubt, aber zwischen glauben, fühlen, wissen und können liegen Welten. Ich war ja nicht einmal beziehungstauglich. Und eine Beziehung wird mit einem Kind nicht leichter.

Den schönen Gedanken, das ein gemeinsames Kind Frau und Mann für immer verbindet, ist vielleicht in der rosa roten Traumwelt wahr, aber nicht im realen Leben. Zu einer glücklichen und dauerhaften Beziehung gehören mehr als Liebe und Kinder.

Ich ziehe den Hut vor allen Frauen und Männern, die schon sehr früh Eltern wurden und das Ganze gewuppt bekommen haben.

Wann wusstet Ihr eigentlich, dass ihr eine Familie gründen wollt?

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Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

5 Kommentare

  1. Mein Mann und ich waren 26, das Studium endlich abgeschlossen und die langjährige Liebe gerade auf einem Hoch. Da ist soviel Liebe – die sollte man mit einem Kind teilen, dachte ich. Und die Hormone spielten sicher auch eine Rolle. Was mit einem Kind auf uns zukommen würde, wussten wir nicht im Traum. Gottseidank trägt Liebe – vor allem die zu einem kleinen Würmchen – so viel! Inzwischen sind es zwei (11 und 6) und damit ist die Familienplanung abgeschlossen.

  2. Direkt am Ende des Studiums wollten wir unbedingt ein Kind. Der Wunsch aus dem Bauch hat den Kopf laut übertönt.
    Jetzt, neun Jahre später haben wir mit drei Kindern schon einige Höhen und Tiefen hinter uns.
    Aktuell habe ich Probleme einen Job zu finden. Teilzeit und dann noch drei Kinder, die alle krank werden können. Wäre leichter in einen bestehenden Arbeitsvertrag zurückzukehren, Ich bin aber seit langem selbständig, aber das zehrt wenn man keine festen Arbeitszeiten hat extrem.
    Egal.
    Wenn ich mich in der gleichen Situation noch einmal engtscheiden müßte. Ich würde es genauso wieder tun.
    Viele Grüße
    Suse

  3. huhu,
    also eigentlich waren mein Mann und ich uns einige, dass wir keine Kinder wollen- und wir waren beide froh, dass der andere das genauso sieht.
    Aber je mehr wir zusammenwuchsen, desto klarer wurde uns beiden, dass wir nicht ohne Kinderlachen im Haus leben wollen und mittlerweile wird das Haus von 2 lachenden (und manchmal auch fuchsteufelswild schimpfenden ^^) wunderbaren Kindern belebt.
    Also von anfangs: Kinder? Nie im Leben! sind die Gedanken gewachsen zu: Kind? Ja, auf jeden Fall! und ich denke dieser Reifeprozess war ganz wichtig für uns als Paar und als Familie…

    Liebe Grüße

  4. Ich war da eher wie du – ich wollte auch schon sehr früh Kinder und habe mich dann mit zwanzig von meinem damaligen Freund getrennt weil der noch warten wollte – obwohl er 10 Jahre älter war als ich. Schlussendlich bin ich mit 25 das erste Mal Mutter geworden und hatte schon fast ein bisschen das Gefühl spät dran zu sein. Heute merke ich, dass es für mich so genau richtig war – nicht zu früh und nicht zu spät:)

  5. Toller Artikel!
    Schau doch auch mal auf meinem Blog vorbei 🙂
    http://interessanteswissen.blogspot.de/

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