Ein vierfacher Vater und Erzieher über Familie, Erziehung, Träume & Karriere, Kindheitserinnerungen, Do it Yourself

papiredetmit - Christian Kempe
papiredetmit - Christian Kempe

Lesermeinung: «Du bist bestimmt ein toller Vater, aber bitte vernachlässige deine Karriere nicht!»

| 8 Kommentare

Ich bin immer wieder dankbar über Leser/innen die mir ihre Meinung geradeaus sagen. Denn das zeigt mir, dass man sich mit dem auseinandersetzt, was ich tue. Und noch schöner ist es, wenn mich das packt und zum Nachdenken und Schreiben peitscht. Ich finde es völlig okay, wenn jemand anderer Meinung als ich ist. Aber ich möchte dennoch auf diese Lesermeinung eingehen und meine eigenen Gedanken verarbeiten. Ich bin natürlich sehr gespannt, wie ihr darüber denkt!?

Ich vernachlässige meine Karriere nicht, nur weil ich gerne Papa oder Vaterblogger bin.

Sollte der Eindruck entstanden sein, dann ist das nicht richtig. Denn ich habe erst kürzlich eine Ausbildung zum Erzieher begonnen und meinem alten Beruf den Rücken gekehrt. Und als Erzieher verdient man gar nicht so schlecht, wie viele meinen. Parallel arbeite ich weiterhin emsig an meinen Blog „Papi redet mit“, mit dem ich nebenberuflich Geld verdiene.

Okay… es stellt sich berechtigt die Frage, ob ich „Papi redet mit“ immer noch machen möchte, wenn meine Kinder Zehn oder Fünfzehn Jahre alt sind. Ganz ehrlich: Ich habe mir mit „Papi redet mit“ keine Grenze gesetzt. Solange mir „Papi redet mit“ Spaß macht und ich spüre, dass sich Menschen für meinen Blog interessieren, solange möchte ich auch „Papi redet mit“ machen. ABER in Zukunft möchte ich weniger aus dem Leben meiner Familie berichten. Ich möchte mehr über das schreiben, was mich als Vater und Mensch in dieser Zeit bewegt. Wenn ich diese Veränderung hin bekomme, dann ist „Papi redet mit“ auch nicht von dem Alter meiner Kinder abhängig. 🙂

Für mich bedeutet Karriere, dass ich in meinem Element arbeite.

Ich glaube, dass Karriere für Jeden etwas anderes bedeutet. Bei mir ist so, dass ich nicht irgend etwas arbeiten möchte, sondern ich möchte mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache sein. Denn das macht mich glücklich und zu frieden. Daher bin ich jeden Tag dankbar darüber, dass ich das arbeiten darf, was ich liebe: Familie, Kinder, Schreiben. Karriere hat für mich also keinen finanziellen Hintergrund und beginnt nicht damit, dass ich Manager oder weiß ich was bin.

Und ich denke, dass ein glücklicher Vater seiner Familie mehr ist, als ein Vater, der sich der Finanzen wegen zur Arbeit schleift. Ich habe das lange genug gemacht und am Ende ist nicht viel dabei herum gekommen. Außer das, dass ich nicht Viel von meiner Familie hatte und meine Familie nicht viel von mir.

Und ich habe da einen Gedanken: Was muss es für Kinder bedeuten, wenn sie sehen, dass ihren Eltern das Arbeiten Spaß macht und sie es mit Leidenschaft tun. Das ist doch eine tolle Grunderfahrung für das spätere Berufsleben dr Kinder oder nicht?

Ich möchte meiner Familie ein schönes Leben bieten, aber nicht primär durch Geld.

Ich möchte für meine Familie da sein, mit ihr Zeit verbringen und meine Kinder aufwachsen sehen. Geld sichert den Wohlstand, aber nicht allein das Glück. Und viele Eltern spüren: Kinder brauchen beide Eltern.

Selbstverständlich werde ich versuchen, dass meine Familie ein schönes Leben hat. Aber nicht auf Kosten der Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen möchte.

Ich denke, dass hier jeder seine Schwerpunkte anders setzt. Und das ist okay so.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder nicht primär erwarten, dass vor allem der Vater den Wohlstand der Familie sichert. Und das muss er auch nicht.

Ich selbst habe als Kind nie empfunden, dass vor allem mein Vater unsere Familie ernährt. Eher das Gegenteil war der Fall. Ich hätte es auch nie von ihm erwartet.

Unsere Gesellschaft hat sich stark gewandelt und damit auch die Rollen der Geschlechter. Ich finde es gut, dass sich heute nicht mehr zwingend die Mütter um Haushalt und Kinder kümmern müssen und die Väter die alleinigen Verdiener sind.

Ich sehe in dieser Veränderung auch keine Entmännlichung der Männer oder Emanzipation der Frauen, sondern eher ein Stück Freiheit und Gleichberechtigung. Man kann sie nutzen oder lassen. Aber es ist gut, dass es sie gibt.

 

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

8 Kommentare

  1. Guten Morgen Christian,

    schöner Artikel 🙂 Ich bin auch der Meinung, das Karriere nicht bedeutet das man viel Geld verdient oder eine hohe Position hat. Ich denke, Karriere ist für jeden was anderes.
    Für mich ist Karriere ebenfalls ein Job der mir spaß macht, ich Geld zum Lebensunterhalt mit verdiene, aber vorallem noch genügend Zeit für die Familie habe. Denn diese steht bei mir an erster Stelle 🙂

    Liebe Grüße
    Mine

  2. Guten Morgen,
    Ich lese deinen Blog echt gerne und hab auch meinem Schatz schon den ein oder anderen Artikel gezeigt, die sogar ihm als Lesemuffel gut gefallen haben.Ich mag es auch mal etwas aus der Sicht von einem Vater zu lesen, denn in manchen Ansichten unterscheiden sich beide Geschlechter ja doch recht oft.
    Ich finde es immer echt schade wenn auch heutzutage noch immer so viele denken, das es ok ist wenn eine frau sich um Kinder und Co kümmert und der Mann sich nur um die Finanzen schert. Wenn aber ein Mann sich aber dazu entschliesst gilt es oft immer noch als unnormal, dabei gibt es heute so viele verschiedene Lebens und Familienmodelle das jeder wenn möglich sich aussuchen sollte was er denn nun möchte. Meiner Meinung nach ist jeder Weg richtig solange alle damit zufrieden sind.
    Lieben Gruß
    Petra

  3. Sehr interessant geschrieben – ich bin sehr gespannt auf die Zukunft dieses Blogs! Ich bin auch der Meinung daß man nicht nur über den Alltag schreiben muss und wage auch immer mal wieder Schritte in gesellschaftliche und politische Themen (die allerdings nicht ganz so gut gelesen werden)… aber es ist ja mein Blog und ich schreibe worüber mir wichtig ist.

    Die Leserfrage finde ich etwas strange, macht sich da jemand Sorgen um deine Rente? 🙂 Ich hatte nie den Eindruck daß du zudem nachlässig wärest, du machst doch auch mit dem Blog Karriere ^^ Liebe Grüße, Janina

  4. „Ich möchte meiner Familie ein schönes Leben bieten, aber nicht primär durch Geld.“ – ein sehr schöner und feiner satz

    Wie auch immer Menschen Karriere machen und benennen – ich bin dafür das Jeder für sich seine Wünsche und Ziele verfolgen soll und das in seinem eigenen Tempo aber nicht mit Konsequenzen die zu Lasten anderer gehen.

    Bei deinem Blog wünsch ich mir weiterhin das du immer wieder auch von deinen Kindern erzählst. Den mit dem Alter ändern sich Themen und als Eltern ist man ja auch in einer stetigen Lernphase. Und wie meine Mama (73 3/4) immer sagt – du (also ich 42) kannst alt und grau werden aber du bleibst immer mein Kind über das es sich lohnt nachzudenken – zu unterstützen und mit zulernen.

    Weiterhin alles Gute auf deinem /euren Weg
    Katrin

    • Hallo Katrin

      Stimmt. Mit dem Alter ändern sich die Themen. Na klar werde ich ab und an immer mal wieder etwas aus dem Leben meiner Kinder berichten, aber wahrscheinlich nicht mehr so intensiv wie Anfangs. Ich werde darüber noch einmal nachdenken. 🙂

      Danke für Deine Antwort!!!

      lg. Christian

  5. So ein schöner Artikel! Aus Deinen Worten fühlt es sich richtig an, wie Du noch besserer Vater und ein Mann werden willst. Es scheint, dass Du eine sehr glückliche Person ist. Ich möchte ein Beispiel von Dir nehmen!

    • Danke für diese lieben und positiven Worte!!! Ja, ich bin glücklich. Aber auch in meinem Leben gibt es, bestimmt wie bei Dir, Höhen und Tiefen – und das ist gut so.

      Liebe Grüße, Christian

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