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Gedanken zum Bloggen: Wie viele Produkttests tun „Papi redet mit“ gut?

| 7 Kommentare

Vor kurzem hatte ich ein sehr bewegendes und wichtiges Gespräch. Nicht weil es mich überrascht hat, sondern weil es einen Gedanken aufgefangen und verdeutlicht hat, der mich bereits in den letzten Monaten umtrieb: «Habe ich meinen Lesern/innen und mir zu viele Produkttests zugemutet?» Eure ehrliche, schonungslose und offene Meinung ist mir sehr wichtig!!!

Gab es 2014 zu viele Produkttests auf Papi redet mit?

Nicht zum ersten Mal werde ich auf meinen Blog angesprochen. Aber selten waren die Worte so ehrlich, direkt und offen wie von einer Freundin – einer Mama aus der Kita meiner Mädels.

Sie meinte, dass sie meine persönlichen Geschichten und meine persönliche Note beim Bloggen vermisst und die Produktests zu viel auf dem Blog werden.

Das Traurige ist, ich kann dem Nichts entgegensetzen. Ich selbst finde auch, dass es vor allem 2014 zu viele Produkttests auf „Papi redet mit“ gab. Stop. Vielleicht nicht zu viele, aber auf jeden Fall war das Verhältnis zwischen den Produkttests und den eigentlichen Themen meines Blogs nicht mehr stimmig. „Papi redet mit“ ist ja kein Testblog und soll er auch nicht werden. Grübel, grübel… obwohl ich Produkttests aber auch sehr spannend finde, wenn sie unabhängig, persönlich, kritisch und originell sind und zum Blog passen. Beides muss man also gar nicht getrennt betrachten. Es ist eins, wenn man es denn richtig anpackt, denke ich.

Ursprünglich war und ist es mein Ziel auf fünf Themen meines Blogs ein Produkttest zu schreiben. Das Ziel habe ich verfehlt. Ich habe zu viele Aufträge angenommen und keine Zeit mehr für die eigentlich wichtigen Themen gehabt. So kam es wie es kommen musste, irgendwann nervten mich die Produkttests nur noch und mir ging die Puste aus. Ich hatte keine Zeit, Muße und Freude mehr an ihnen. Aber ich machte weiter. Ich brauchte das Geld und der Blog finanziert sich ja auch nicht von allein.

Die Entwicklung war unnötig und schade.

Denn gute und originelle Testberichte über neue, gute oder außergewöhnliche Produkte/Dienstleistungen, die an den Themen des Blogs anschließen, sind definitiv informativ, unterhaltsam und bedeuten einen Mehrwert für den Leser/in, Unternehmer/in und letztlich für den Blog.

Zu dem machen diese Tests auch noch richtig Spaß, wenn man mit voller Kraft und Herzblut dabei ist. Hierfür ist aber wichtig, dass die Produkte ein großes, eigenes Interesse wecken. Deshalb werde ich 2015 die Testprodukte noch besser auswählen und selbst auf die Suche nach guten, bereichernden und originellen Produkten gehen.

Um die Qualität der Produkttests zu verbessern werde ich die Produkte noch mehr auf Herz und Nieren prüfen, Tacheles reden und ein Pro-und-Contra-Fazit als Standard einrichten. Die letzte Buchbesprechung war hier schon ein guter Anfang wie ich finde:  http://papiredetmit.de/2014/12/kinderbuch-bobo-siebenschlaefers-neueste-abenteuer/

Was ich aus 2014 gelernt habe ist, dass ich bei Produkttests auf Qualität, Persönlichkeit, Orginalität und Mehrwert setzen möchte. Quantität bringt nur kurzfristigen Erfolg, eigene Unzufriedenheit und letztlich unzufriedene Leser/innen.

Mit diesem Ansatz bin ich mir sicher, dass Produkttests eine echte Bereicherung für meinen Blog und dessen Leser/innen sind. So und nicht anders soll es sein. Daher ist das einer meiner wichtigsten Blogger Vorsätze für 2015!!! 🙂 🙂 🙂 

Was haltet Ihr von Produkttests auf Elternblogs und was wünscht Ihr Euch in dieser Hinsicht von „Papi redet mit“?

Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern!

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

7 Kommentare

  1. Hallo Christian, ich „verirre“ mich immer wieder mal auf Deinen Blog, weil ich die Konstellation spannend und nicht alltäglich finde, also bloggender Vater, 3 Mädels, Ausbildung zum Erzieher etc. Produkttests interessieren mich mäßig. Am wenigsten wiegen den Produkten selbst, die ich mir eh nicht kaufen würde. Am ehesten interessieren mich wirklich die Themen Familienleben, work-life-balance/Vereinbarkeit, Urlaube und Reisen mit Kindern und so Dinge eben. Da kriegt ein Blog ja auch schnell eine individuelle und persönliche Note!!
    LG von Anni.

    • Schön, dass Du immer mal wieder vorbei schaust. 🙂 Ich denke auch, dass die Konstellation spannend ist… also mein Leben ist es auf jeden Fall. Lach.

  2. Achso, und ein oder zwei Beiträge pro Woche machen einen Blog auch lebendiger, als wenn sich wochenlang gar nix tut.
    Ich mag deinen Stil; und da könntean sicher mehr drauß machen.
    Viel Spaß u LG von Anni.

    • Ahoi Anni

      🙂 Zwei Beiträge pro Woche fände auch ich super. Momentan lässt sch das aber kaum umsetzen, da ich gerade mal Abends Zeit finde um für die Schule zu pauken. Aber ich bleib dran. 🙂

      Liebe Grüße, Chris

  3. Hi Christian,
    die Frage nach den zu häufigen Produttests beantwortest du dir ja selbst, indem du sagst: „Ich brauchte das Geld und der Blog finanziert sich ja auch nicht von allein.“ Somit hast du keine freie Wahl, ob du ein Produkt wirklich testen möchtest oder nicht. Du befindest dich in einer Abhängigkeit. Und so wirklich glücklich scheinst du damit nicht gewesen zu sein. Zumindest lese ich das aus deinen Zeilen heraus.

    Unabhängig davon finde ich es kein Problem mit Unternehmen, etc. zusammen zu arbeiten. Wichtig finde ich dabei eine faire Bezahlung. Und genau aus diesem Grund habe ich z.B. bei fakeblog mit Advertorials, Tests, etc. aufgehört. Bei papaganda gab es noch nie Werbung. Nun bin ich aber auch in der Situation, dass ich nicht zwingend davon leben muss oder das Blog ein wichtiges Standbein für unsere finanzielle Situation ist. Die Ausgaben halten sich in Grenzen und ich mache es aus Liebe zur Sache. Was du sicherlich auch tust. Nicht falsch verstehen 😉

    Wichtig finde ich: Kennzeichnung von gesponsorten Posts bereits in der Überschrift. Warum? Weil ich das als Ehrlichkeit gegenüber den Leser_innen empfinde. Wahrscheinlich gehen dadurch die Aufrufzahlen in den Keller, aber ok, damit muss man dann leben. Eine weitere Überlegung wäre, die „Sponsored Posts“ aus dem RSS Feed auszuschliessen. So können werden die treuen Abonnenten eventuell verschont.

    Letztendlich sind Produkttest nichts anderes als Werbung. In einem Testkontext, aber eben immer noch Werbung. Ansonsten würden Blogger eben nicht gerade über die neue Pampers Windel schreiben, sondern über ein persönliches Erlebnis, oder was auch immer. Klar, das Verhältnis von eigenen Artikeln und bezahlten Artikeln ist wichtig, dennoch: ich vermute mal, du würdest nie auf die Idee kommen über Bodo Siebenschlägfer zu bloggen, würde dir nicht ein Verlag einfach ein Buch schicken und vielleicht ein paar Euro draufpacken. Dabei gilt es aus meiner Sicht zu bedenken: der Artikel steht für Jahre online und ist jederzeit über Suchmaschinen etc. auffindbar. Nicht schlimm, aber jetzt stelle dir mal vor du würdest bei einer Tageszeitung eine Anzeige für 3 Jahre schalten. Was würde das wohl kosten? Deswegen finde ich auch eine angemessene Bezahlung für Blogger wichtig.

    Insofern: ja, ich habe irgendwann weniger hier mitgelesen. Leider, denn gerade habe ich wieder ein paar schöne Artikel entdeckt. Gleichzeitig fällt mir im Feedreader auf, dass ich häufig nur npch Überschriften scanne und für mich interessante Überschriften dann anklicke, um alles zu lesen. Da fällt es mir, egal ob man „Sponsored“ in die Überschrift schreibt oder nicht auf, dass die Produkttests bei mir keinerlei Interesse wecken. Vielleicht bin ich immun dagegen 😉 Aber ernsthaft, Bücher finde ich toll, ich würde mich aber noch mehr freuen, wenn du mehr Bücher bloggst, die du „freiwillig“ toll findest 😉

    Bis morgen 😉

  4. Sei gegrüßt!!!

    Danke Dir für deine Zeit die Du dir für die Beantwortung dieses Beitrags genommen hast. 🙂

    Ich habe schon die Wahl ob ich ein Produkt testen möchte oder nicht… auch wenn ich mich natürlich über jeden Euro mehr in der Haushaltskasse freue. Viele Angebote von Firmen habe ich auch abgelehnt. Dennoch möchte ich in Zukunft bei den Tests noch mehr darauf achten, ob die Produkte interessant für mich sind und ich möchte sie noch kritischer beeugen und mich klar positionieren.

    Über Bücher möchte ich definitiv mehr bloggen, wenn ich endlich mehr Zeit habe. 🙂

    Demnächst wird es auf jeden Fall erst einmal weniger Produkttests geben, da ich wieder mehr über Themen schreiben möchte, für die ich brenne.

    Ich danke Dir für Deine Meinung und Tipps. Mach weiter so mit Papaganda – ein super BLOG!!!

    Liebe Grüße, Christian

  5. Danke für deinen Kommentar Christian. Freut mich sehr und natürlich danke für das Lob. Ach ja, jetzt werde ich etwas schwermütig, aber deine Zeilen drücken ganz gut die Situation aus, in der du dich vielleicht mit den etwas zu häufigen Produkttests befunden hast. Du sagst so schön:

    „…da ich wieder mehr über Themen schreiben möchte, für die ich brenne.“

    Zack. Mitten ins Herz getroffen. Besser kannst du es nicht formulieren 😉 Und ich freue mich sehr auf deine Themenauswahl. Ganz ehrlich. Und schade, dass du heute nicht beim Event dabei warst ;( Aber wir treffen uns sicherlich irgendwann mal 😉

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