Ein vierfacher Vater, Kita-Erzieher und Kinderbuchautor über sein Leben in Berlin-Prenzlauer Berg

Das Leben ist viel zu kurz, um den Schein zu wahren

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Heute habe ich mich durch die Bloglandschaft geklickt und blieb bei Ehrlichgesagt hängen. Der Untertitel „das Leben ist zu kurz, um den Schein zu wahren“ hat mich angezogen und nicht losgelassen. Er stimmte mich nachdenklich. Und ich halte fest:

Das Leben ist wirklich kurz. Warum dann das Leben damit verbringen den Schein zu wahren und sich unwohl fühlen? Es gibt so viele Menschen die einen riesen Schuldenberg haben, aus ihrer Wohnung fliegen, Beziehungsprobleme haben, jeden Augenblick denken sie fallen um, nichts geht mehr, …, dennoch aber so tun als wäre alles in bester Ordnung.

Haben wir so starke Angst vor Konsequenzen und was Andere über uns denken, dass wir die Hosen nicht runterlassen und Anderen nicht zeigen, wie es wirklich um uns steht, wer wir wirklich sind? Ist es nicht so, dass wir erst dann befreit aufatmen und leben können, wenn wir, wir selbst sind und keine Maske mehr tragen? Ich glaube fest, es geht uns mit der Wahrheit besser: Kein Versteckspiel, kein drumherum reden, keine Angst entlarvt zu werden, mit anderen über den eigenen Zustand reden, sich in den Arm nehmen lassen und Hilfe annehmen. Das kann doch nur ein Gewinn sein oder?

Ich zum Beispiel ertappe mich manchmal dabei, wie ich in die Zukunft flüchte und das schönste Schloss baue. Aber die Gegenwart lasse ich fein raus: Ich lebe in einer  Wohnung und habe nicht das nötige Kleingeld um mir ein Haus zu kaufen. Nichts gegen Träume, sie sind für mich ein Lebenselixier, aber es ist wichtig, wie es jetzt um mich steht, was getan werden muss, so dass es mir besser geht und ich dahin komme, wo ich hin möchte. Ich muss mir eingestehen, dass ich ganz am Anfang bin und anfangen muss.

Es ist nicht einfach die Wahrheit offen zu legen. Aber mit der Lüge leben, dass ist umso schwerer. Wir haben doch nur dieses eine Leben. Und das Leben ist viel zu kurz, um den Schein zu wahren!

Was sagt Ihr: Lieber den Schein wahren oder den nächsten Schritt machen und das Leben feiern?

 

 

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

2 Kommentare

  1. Sehr wahre Worte, die nicht nur dich nachdenklich machen. Mir fällt da spontan der Spruch ein: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen. Eigentlich ziemlich verrückt, wenn man darüber nachdenkt, was einen im Leben so antreibt.

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