Ein vierfacher Vater, Kita-Erzieher und Kinderbuchautor über sein Leben in Berlin-Prenzlauer Berg

Ich war mit meinem Debüt „Taubenalma“ auf der Berliner Buchmesse BUCHBERLIN

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Sonntag 18:00 Uhr. Mein zweiter Tag auf der 5. Berliner Buchmesse BUCHBERLIN neigt sich dem Ende. Ich baue meinen Stand ab und trage die ersten Kartons zum Auto. Als ich wieder zurück komme liegt ein eingerolltes Papier, hübsch verschnürt mit einem rot-weiß-karierten Bändchen, auf meinem Standtisch. Es ist von meiner Stand-Nachbarin Manja Adamson. Ich bedanke mich bei Manja, die ebenfalls mit ihrer Freundin und Kollegin, der Autorin Sandra Lehmann, ihren Stand abbaut. Liebe Worte gehen kurz hin und her. Dabei muss ich mir Freudentränen verkneifen. Nicht nur wegen Manja und der Papierrolle, sondern in diesem Augenblick übermannen mich die zahlreichen Erlebnisse auf der Messe, die ich erst einmal sacken lassen muss.

Mein bescheidender Messestand

Das ist nicht irgendeine Papierrolle

Ach ja, die Papierrolle… Es war nicht irgendeine schick verschnürte Papierrolle, sondern eine Illustration, die Manja zuvor live auf einer Lesung von Sandra und ihr gezeichnet hat. Die Beiden haben ihr Buch Matti und Max: Abenteuer in New York vorgestellt.

Sandra und Manja bei ihrer Lesung „Matti und Max: Abenteuer in New York“

Weil ich die Abenteuergeschichten von Matti und Max so schön fand und mich Sandra und Manja auf ganzer Ebene begeistert haben, musste ich unbedingt an der Lesung teilnehmen. Zum Glück hat ein liebes Pärchen, Bekannte von Sandra, während der Lesung auf meinen Stand aufgepasst.

Es war eine tolle Lesung, die am Ende mit ordentlich Applaus belohnt wurde. Als ich während der Lesung gesehen habe, wie Manja eine Illustration aus dem Buch Matti und Max: Abenteuer in New York  zeichnet, hoffte ich insgeheim, dass es am Ende der Lesung eine Auktion geben würde und ich die Zeichnung ersteigern kann. Leider gab es keine Auktion. Aber als ich Manja wegen der Illustration ansprach, zögerte sie nicht lange und meinte, „Pass auf. Ich schenke sie dir.“.  🙂

Manja zeichnet live bei der Lesung von „Matti und Max“

Noch am selben Abend habe ich die Illustration schön eingerammt und in unserem Wohnzimmer über der Couch aufgehängt. Glücklich. Als am nächsten Morgen meine große Tochter ins Wohnzimmer tritt, sagte sie, „Das ist aber ein schönes Bild.“. Wenn sie wüsste, dass sie das dazugehörige Buch zu Weihnachten bekommt. 🙂

Allein für die Illustration hat sich die Teilnahme an der Messe gelohnt. Denn endlich ist der große Rahmen in meinem Wohnzimmer nicht mehr lee und mit eine total schönen Illustration gefüllt. 🙂

Manjas Illustration hängt jetzt in meinem Wohnzimmer

Die liebe Omi, die sich eine Signatur wünschte

Während ich bei der Lesung von Sandra und Manja  gewesen bin, hat sich eine Omi an meinen Stand verirrt. Sie war an meinem Kinderbuch Taubenalma interessiert. Sie hätte das Buch kaufen können, aber sie wollte eine Signatur und wartete geduldig. Zurück am Stand freute ich mich, dass sie auf mich gewartet hat und signierte ihr mein Buch. Wir wechselten noch ein paar liebe Worte, ich weiß nicht mehr was, und dann zog sie weiter. Ganz gewiss kaufte sie noch weitere Kinderbücher für ihre Enkel.

Aber jetzt Mal ehrlich, Bücher selber zu signieren ist doch irgendwie absurd – jedenfalls für mich. Bereits als ich mein erstes Buch auf der Messe signierte, spürte ich gewaltig Hitze in mir aufsteigen. Ich fühlte mich nicht wohl. Mein Kopf verwandelte sich in  kürzester Zeit zu einem glühenden Kessel. Und der Stift in meiner Hand fing an zu schwimmen. Das erinnerte mich an einen Abend, als ich mit zwei früheren Erzieher-Kollegen in einer Bar etwas Trinken war. Einer von ihnen, liebe Grüße an Felix, wollte auch, dass ich ihm mein Buch signiere. Erst nach dem dritten Bier war ich dazu bereit.

Mal sehen, ob das Signieren und ich noch Freunde werden. 🙂

Ein Support, der mich überwältigt

Der Besuch der BUCHBERLIN war für mich ein voller Erfolg. Aber nicht unbedingt wegen der Präsentation meines Debüt Taubenalma oder wegen der Einnahmen aus den Verkäufen meines Buchs, wie man vermuten könnte, sondern aus einem ganz anderen Grund.

Sooo schön, wenn man bekannte Gesichter trifft

Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass mich so viele Menschen besuchen, die irgendwann einmal meinen Weg kreuzten, mich als Blogger verfolgen oder mir am Herzen liegen: Meine Frau und ihr Bruder, meine Eltern, meine Schwester mit ihrem Sohn, meine Tante mit ihrer ältesten Tochter und ihrem Enkel, zwei frühere Erzieher-Kollegen mit ihrer Tochter, eine Schülerin aus meiner Grundschulzeit mit ihrem Mann, eine Mitschülerin aus meiner Ausbildungszeit, Leser von meinem Papa-Blog papiredetmit.de, … . Das gibt so viel positive Kraft, die ich sehr gut gebrauchen kann.

Ich bin immer noch gefläscht und werde noch lange von diesem Support zerren. 🙂

Besondere Begegnungen und Inspirationen

Die Buchmesse war für mich aber auch ein Ort der besonderen Begegnungen und Inspirationen. Ich konnte Blogger, Autoren, Illustratoren und Vertreter von Druckereien kennen lernen und mich mit ihnen über ihre und meine Projekte austauschen. Das war mega viel Inspiration. So viel, dass mein Kopf abends rauchte und ich mit Kopfschmerzen ins Bett bin und früh morgens mit den selben wieder aufstand.

Ich dürfte meine Standnachbarn kennenlernen, die Autorin und Mutter Sandra Lehmann mit ihren tollen Abenteuergeschichten von Matti und Max sowie die dreifache Mutter und Künstlerin Manja Adamson, die Matti und Max illustriert. Dann hat mich meine Frau auf das wunderschöne Buch Das Haus mit der Herzenstür gestoßen, wodurch ich die Autorin und vierfache Mutter Diana Marino kennenlernen konnte. Sie hat einen beeindruckenden, abwechslungsreichen und interessanten Lebenslauf: Model, Schauspielerin, Immobilienhändelerin, Kinder-Yoga-Lehrerin, … und jetzt Kinderbuchautorin. Dann ist da noch die Kinderbuchautorin und Mutter Nadin Voß, die ihre Bankerkarriere vorerst für das Schreiben an den Nagel gehängt hat. Ihr Kinder- und Hörbuch Schabernack. Der kleine Fratz von Hulifatz ist sooo schön. Damit aber noch nicht genug. Ich lernte auch die Autorin Nicole Maass kennen, die nicht nur Geschichten und Märchen für Kinder schreibt, sondern unter anderem auch Liebesgedichte. Und die Künstlerin Anna-Katharina Romanklewicz.

Sandra und Manja von „Matti und Max“

Ein ganz besonderes Treffen war für mich auch, das mit dem Pappa-Blogger Johnny. Bis dahin kannte ich ihn nur aus dem Internet. Er ist tatsächlich der einzige Papa-Blogger, den ich regelmäßig mit großer Freude verfolge. Die lockere und fröhliche Art von Johnny hat bei mir sofort das Eis gebrochen und es hat großen Spaß gemacht mit ihm zu plaudern. Neben Pappa-Bloggern waren auch Mütter-Blogger auf der BUCHBERLIN unterwegs, so wie die Autorin und Mama-Bloggerin Jenny von CHAOSMAMA.

Mit Anderen, wie den Kinderbuchautorinnen Nele Handweker oder Dorothea Flechsig vom Glückschuh Verlag, kam ich leider nur kurz oder gar nicht ins Gespräch. Zum Glück ist vor der Messe nach der Messe. Einige Kontakte nehmen jetzt erst richtig Fahrt auf.

Auch der Austausch mit den Messebesuchern, darunter auch viele Erzieher, war mega spannend. Vor allem hat mich das positive Feedback zu meinem Buch gefreut und wer weiß, vielleicht liegt Taubenalma bei dem einen oder anderem Besucher unter dem Weihnachtsbaum. Flyer und Leseproben gingen genug weg. 🙂

Was nach der Messe bleibt, sind diese wunderschönen und wertvollen Bekanntschaften, auf deren Wiedersehen ich mich jetzt schon freue. Diese Menschen versprühen so viel positive Energie, Ideen und Leidenschaft und warten mit spanenden Lebensgeschichten und tollen Werken auf, so dass es einfach nur Freude macht, mit Ihnen zusammen zu sein und sich auszutauschen.

Ein Schritt nach vorn

Die 5. Berliner Buchmesse BUCHBERLIN war aufregend, inspirierend und für mich persönlich ein voller Erfolg. Nicht finanziell, ich habe sämtliche Einnahmen in neue, wundervolle Kinder- und Hörbücher investiert, sondern emotional und sozial.

Dieses und noch viele andere Kinderbücher habe ich gekauft

Mein soziales Netzwerk hat sich vergrößert und ich bin mit neuen Aufgaben wieder gewachsen. Ich habe mich getraut und einen Schritt nach vorn gemacht. Denn am Tag vor der BUCHBERLIN hatte ich noch einen riesen Bammel allein auf der Messe aufzuschlagen. Fragen über Fragen schwirrten in meinem Kopf herum: Wie baue ich meinen Stand alleine auf? Wie reagieren die Besucher auf mein Debüt Taubenalma und mich als Autor? Werden gestandene Autoren oder Verlage mich mit meiner „einzigen“ Veröffentlichung belächeln?

Ich glaube, wir zerbrechen uns viel zu oft den Kopf darüber, was andere Menschen über uns denken. Wir sollten lieber das machen, was uns Spaß macht und im Moment glücklich sein.

Das schöne an der BUCHBERLIN war, dass man trotz der Größe der Messe das Gefühl hatte, unter Freunden zu sein. Ich hoffe das die Organisatoren diese Atmosphäre auch im nächsten Jahr aufrecht erhalten können.

BUCHBERLIN – WIR SEHEN UNS WIEDER!

Autor: Christian Kempe

Hi, ich bin der Christian oder auch Chris genannt. Ich blogge über Themen wie Familie, Erziehung, Träume, Karriere und Kindheitserinnerungen und arbeite als Erzieher. Einblick erhaltet ihr in mein wundervolles, chaotisches und oft auch nervenaufreibendes Familienleben mitten in Berlin. ​Mein Motto ist: Wer immer nur das tut, was er immer tut, der wird an seiner Situation nichts ändern! Ihr findet mich auch auf Facebook, Youtube und Google+ .

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